Historie:

Mitte der 80er Jahre, angelehnt an den Film Dirty Dancing, soll der DiscoChart im Kreis Recklinghausen entstanden sein. Nach Aussage derer, die den Chart, anfangs Dirty genannt, nachhaltig prägten, soll eine kleine Gruppe: Thomas, Dieter, Jörg, Volker und Klaus zusammen den DiscoChart entwickelt haben. Es wird erzählt: Klaus habe diese Form des Tanzens kreiert, weil er einer verheirateten Frau auch in aller Öffentlichkeit, selbst im Beisein ihres Mannes nahe seien wollte, ohne dass dieser Verdacht schöpfen konnte. In kürzester Zeit verbreitete sich dieser Tanz in den Discotheken des Ruhrgebietes. Nach einigen Jahren flachte jedoch die Chartwelle langsam wieder ab. In einigen Tanzschulen tauchen immer wieder Disco-Charles Kurse auf. Der Disco-Charles entwickelte sich parallel zum DiscoChart. Abgesehen von einem abweichenden Schrittmuster ist unschwer zu erkennen, dass es sich nur um zwei Varianten (Tanz-Stile) eines Tanzes handelt.

Ende der 90iger begann der Chart wieder aufzuleben.

In Marl war es Dieter, der mit Sabine auf Drängen von Freunden und Bekannten den Tanzclub „Let's Dance" gründete. Fast gleichzeitig schaffte es ein Paar im Kölner Raum, Iris und Uli (mehrfache Deutsche Meister im Disco-Fox), den „Tripple-Fox" wie der Chart derzeit im Rheinland genannt wurde, zu etablieren. Und Thomas genannt "tomtom" brachte den DiscoChart nach Lippstadt. Es war im Königshof, eine bekannte Lippstädter Disco, in der Eddi (Gründer des Disco-Magic Tanzclub) Thomas und den DiscoChart kennenlernte. Ohne zu zögern, holte er Thomas, genannt TomTom, und somit den DiscoChart in seinen Tanzclub. Ein neuer Virus verbreitete sich und zog immer weitere Kreise, das Chartfieber. Selbst Anreisen von mehr als 200 km konnten die Begeisterung und den Willen Chart zu erlernen nicht eindämmen. In immer mehr Discotheken tauchten Chart-Tänzer auf. Überall trafen sie auf begeisterten Zuspruch und die Frage: "Wo lernt man so zu tanzen?". Die Antwort war immer die gleiche: "In Lippstadt" von wo aus der DiscoChart seinen Siegeszug begann. Dort eröffnete im Februar 2000 der Disco-Magic-Club seine Pforten. Überzeugt von der Vielseitigkeit und der tänzerischen Herausforderung, die sich ihm mit dem Chart darboten, gründete Eddi im Jahre 2003 den allgemeinen Disco Chart Verband (kurz ADCV) und begann so, den DiscoChart turnierfähig zu machen. Im Jahre 2004 richtete Eddi in der damaligen Tanzschule Stallmann in Hamm die erste Disco-Chart Meisterschaft aus. 2005 folgten die ersten Ranglistenturniere des ADCVs und im Oktober 2005 die erste offizielle deutsche Meisterschaft.

Der DiscoChart kann zu fast jeder Musik getanzt werden. In ihm vereint sich die gesamte Bandbreite tänzerischer Ausdrucksmöglichkeit. Temperament, Lebenslust, Harmonie, Charme, Stolz, Trauer, Erotik ......... So entwickelte der Chart eine "charttypische" Eigendynamik, man begann zu charten. Auf jeder Party, in jeder Disco kann und wird Chart getanzt. Überwiegend zu einem Vierviertel-Takt (24 bis 35 Takte pro Minute).

Charakteristisch für den Chart ist die sehr enge Tanzhaltung, welche nur zum Austanzen einzelner Figuren verlassen werden soll. Alle Figuren beginnen und enden in dieser engen Tanzhaltung. Durch fließende, fast übergangslose Bewegungen in betont kontaktreicher Tanzhaltung bekommt der Tanz seine leicht erotische Ausstrahlung. Der Chart wird sehr hüftbetont getanzt, wobei der Oberkörper aufrecht und eher ruhig gehalten wird. Bewegungen sollten aus dem Becken heraus getanzt werden.

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